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PM Nr.1/2019

Deutscher Frauenring e.V. Pressemitteilung Berlin, den 06.02.2019 Nr. 01/2019 Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) mit nötigen Maßnahmen bekämpfen- Deutscher Frauenring und Jàppoo laden zur Fachtagung am 08. Februar ein

Anlässlich des Internationalen Tages Gegen Weibliche Genitalverstümmelung am 06. Februar erklärt der Deutsche Frauenring (DFR):

Unser Ziel ist die Abschaffung dieser brutalen Praxis schwerer Verletzung der Menschenrechte von 200 Millionen betroffener Mädchen und Frauen weltweit, auch in Deutschland und Europa.

FGM/C ist eines der Haupthindernisse zum Erreichen der Gleichstellung von Frauen und Männern, so stellt das am 01.02.2018 in Kraft getretene "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt"- Istanbul Konvention genannt - fest (Präambel; Art. 1, Art 38).

 Der Deutsche Frauenring fordert die Bundesregierung zu Folgendem auf:  

  • Aushändigung einer ausführlichen Information durch die diplomatischen Vertretungen Deutschlands in den Prävalenzländern an alle Ausreisenden vor der Ausreise über das Verbot von FGM/C, die menschenrechtliche Begründung und die schädlichen gesundheitlichen Folgen
  • Aufnahme von Kenntnissen zur Erkennung, Ansprache und Versorgung aller FGM/C-Betroffenen in die Curricula medizinischer Ausbildung für Hebammen und Ärzt*innen sowie Vermittlung von Kenntnissen über die Hilfe- und Beratungssysteme für von FGM/C Betroffene
  • Aufnahme von Kenntnissen und Aufklärung über FGM/C aller international agierenden deutschen Akteur*innen und international agierenden Akteur*innen in Kontexten wie Friedensmissionen, Botschaften, Nato, Gerichten, Justiz usw.
  • Finanzierung von Maßnahmen und Honoraren für Multiplikator*innen in der Aufklärung, Schulung über FGM/C und Maßnahmen zur Stärkung der Präventionsarbeit
  • Ausbau der Aufklärungs- und Präventionsarbeit
  • Stärkung der "Communityorganisationen" durch Ausschreibung von Fördersummen mit einfach zu handhabenden Vergabekriterien
  • Vorbehaltlose Anerkennung von FGM/C als Asylgrund und Schulung von Personal in der Flüchtlingshilfe, allen Ämtern und Kontaktpersonen
  • Übernahme aller Rekonstruktions- und FGM-Folgekosten auch durch private Krankenkassen

Der DFR lädt aus diesem Anlass die Presse am 08. Februar gemeinsam mit Jàppoo gUG (Hand in Hand) im Rahmen der Kooperation im bundesweiten Netzwerk INTEGRA zu einer Fachtagung von 10.00 - 14.00 Uhr in 10713 Berlin im UCW, Sigmaringer Str. 1, im 4. OG, Konferenzraum ein.

Es werden Ärzt*innen und andere internationale Expert*innen - auch aus Prävalenzländern - bei diesem Fachaustausch anwesend sein. Ziel ist es, neue Handlungsperspektiven zu besprechen. 

Die Wanderausstellung über FGM "Weibliche Genitalverstümmelung - Was geht uns das an?" des DFR e.V. wird in dem Tagungsraum zu sehen sein. Diese bietet der DFR samt Power Point Präsentation zum Ausleihen an.

Der DFR unterstützt die Projektpartnerin l’Association Féminine Song-Manègre pour le Développement (AFD), die Ende 2016 Abschwörungszeremonien im Projektgebiet Kongoussi (Mossi-Plateau, Burkina Faso) zur Überwindung von FGM in zehn Dörfern erfolgreich durchführte. Die Menschen sind nun stolz, die Menschenrechte der Frau zu schützen und die Schädigung der ganzen Dorfgemeinschaft überwunden zu haben. Noch sind viele weitere Dorfgemeinschaften zu erreichen.

Mit Ihrer Spende an uns tragen Sie zur langfristigen und erfolgreichen Kampagne unserer Projektpartnerin gegen Genitalverstümmelung bei.

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Pressekontakt: Marion Böker E-Mail: marion.boeker@d-fr.de

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Pressekontakte

Françoise Greve
Geschäftsführerin
Deutscher Frauenring e.V.
mail(at)d-fr.de
Phone: 030 - 88718493

Ansprechpartnerin aus dem Präsidium
Marion Böker
marion.boeker(at)d-fr.de
Phone 030 - 41702011

oder entsprechend der jeweiligen Angabe in den Pressemitteilungen

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