Personal tools

Bonn: Wanderausstellung "ÜBER LEBEN - Ezidinnen nach dem Femizid 2014"

Zur Eröffnung der Ausstellung am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, am Sonntag, den 25. November 2018 um 13 Uhr, laden wir herzlich ein.

Wanderausstellung "ÜBER LEBEN - Ezidinnen nach dem Femizid 2014. Aufarbeitung – Gerechtigkeit – Menschenrechte" im Frauenmuseum Bonn  

Zur Eröffnung der Ausstellung am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, am Sonntag, den 25. November 2018 um 13 Uhr, laden wir herzlich gemeinsam ein,

Begrüßung: Marianne Pitzen, Frauenmuseum 

Zum Thema:

- Dr. Ursula Sautter, Stellvertr. Vorsitzende, UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.

- Dr. Leyla Ferman, Platform for Struggle for Women Held in Captivity

- Marion Böker, Deutscher Frauenring e.V. (Präsidium)


Ezidische Frauen, denen die Flucht in die Freiheit aus den Händen des IS gelang, fanden den Mut, über die Gewalt zu berichten, die der IS ihnen angetan hat. Sie wurden zwischen Dezember 2017 und März 2018 in Qamishli (Rojava) in Nordsyrien, in Şinjar (Nordirak) und im Raum Baden-Württemberg (Deutschland) interviewt. Sie taten dies, einmal, um Zeugnis für mögliche Gerichtsverfahren gegen die Täter abzulegen, zum anderen, um in Teilen der Interviews die barbarischen Kriegsverbrechen gegen sie durch die Ausstellung bekannt zu machen, über noch gefangene Menschen zu berichten und ihre Geschichte zu erzählen, die eine Geschichte von Leid sowie großer Stärke ist.
Sie hoffen auf Aufarbeitung, Gerechtigkeit, Menschenrecht und internationalen Schutz und Frieden für alle Ezid*innen.

Viele der aus der Sklaverei des IS entkommenen Ezidinnen müssen bis heute in ihrem vom IS zerstörten Siedlungsgebiet im Şinjar in Flüchtlingslagern leben. Andere sind in der Türkei oder Syrien (Rojava). Auch in Deutschland haben einige Zuflucht gefunden. Baden-Württemberg hat 1000 Frauen aufgenommen. Weitere flüchteten in andere Bundesländer, europäische Staaten oder nach Kanada. Sie erarbeiten sich und ihren Familien, ihrem Volk eine Zukunft. Familien und Gemeinden nehmen sie meist herzlich wieder in ihrer Mitte auf.
Oft herrscht Unkenntnis über die Kultur und Religion der Ezid*innen. Die Frauen wissen: Sie müssen dies ändern, sonst wird die historisch permanente Kette der Genoziden nie unterbrochen werden können. Es ist Zeit, dass die Internationale Gemeinschaft Ezid*innen denselben Schutz und dieselben Rechte wie allen gewährt und sichert. Frauen und ihre Organisationen wollen schon jetzt eng vernetzt dafür arbeiten.

Nadia Murad sprach am 14. 12. 2015 vor dem UN-Sicherheitsrat, wurde UN-Sonderbot-schafterin, um für die Opfer des IS zu kämpfen, und bekam 2018 den Friedensnobelpreis verliehen. Ihr Buch hat den Titel: Ich bin eure Stimme (Knaur).
Ein weiteres Buch von Farida Khalaf, "Das Mädchen, das den IS besiegte" ist bei Bastei erschienen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------


Anschließend um 15 Uhr stellt das Bonner Frauenmuseum das Projekt Mahnmal gegen Gewalt an Frauen vor:
Es startet damit eine Ausschreibung für eine Skulptur, die im Hof des Frauenmuseums aufgestellt werden soll.
Bewerben können sich alle Künstlerinnen, die Erfahrung mit Bronzeguss haben.
Sponsorin: Annette Müller-Huesker, Petit & Edelbröck Glocken- und Kunstguss-Manufaktur in Gescher (ab 25. 11. unter www.frauenmuseum.de)

 

Die Ausstellung wird vom 25. 11. – 30. 12. 2018 gezeigt. 

Hier können Sie aktuelle PDF-Version der Einladung einsehen: Einladung_2018

This is themeComment for Wink theme