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Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen umfasst Straftaten, von denen Frauen überproportional häufig betroffen sind, wie sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und häusliche Gewalt. Dadurch werden die Grundrechte von Frauen hinsichtlich ihrer Würde und Gleichheit verletzt. Gewalt hat nicht nur Auswirkung auf die Opfer selbst, sondern auch auf deren Familien, den Freundeskreis und auf die gesamte Gesellschaft (European Union Agency for Fundamental Rights - FRA, 2014).

Die Studie der FRA von 2014 mit dem Titel "Gewalt gegen Frauen" legte offen, dass jede dritte befragte Frau in Europa seit ihrem 15. Lebensjahr schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren hat. 5 Prozent der Frauen sind seit ihrem 15. Lebensjahr vergewaltigt worden. 18 Prozent der befragten Frauen waren schon einmal Opfer von Stalking.

Was die Erfahrung der Frauen mit sexueller und / oder physischer Gewalt angeht, liegt Deutschland laut der Studie leicht über dem EU-Durchschnitt (35 Prozent).

Die Europaratskonvention zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt („Istanbul-Konvention“) trat am 1. Februar 2018 in Kraft.  "Zur vollständigen Umsetzung fehlt jedoch noch ein Gesamtkonzept mit Koordinierungsstellen auf Länderebene, dessen Umsetzung von einer unabhängigen Monitoring-Stelle auf Bundesebene überprüft wird. Dazu gehört die Finanzierung einer ausreichenden Zahl von Plätzen in barrierefreien und bedarfsgerechten Frauenhäusern oder auch verpflichtende Schulungen für Richter*innen." (Zitat UN-Women vom 1.2.2018)

Der aktuelle Alternativbericht der CEDAW-Allianz greift unter dem Kapitel 5-Gewalt gegen Frauen die häusliche Gewalt, Tötungsdelikte in sozialen Nahbeziehungen, sexualisierte Gewalt, Zwangsverheiratung, Gewalt im Bereich sexueller und reproduktiver Rechte (FGM und Sterilisation), homo- und transphobe Gewalt und Gewalt gegen die besonderes verletzliche Gruppe von Migrantinnen, geflüchtete Frauen, Frauen mit Behinderung und ökonomisch und sozial benachteiligte Frauen auf. Die Empfehlungen der CEDAW-Allianz sind im Bericht, an dem der DFR mitgewirkt hat, ab Seite 19 nachzulesen.

Der Deutsche Frauenring engagiert sich für

  • Die Sicherung der Finanzierung von Frauenhäusern
  • Die Entwicklung eines umfassenden staatlichen Handlungskonzeptes zum Schutz der von Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen
  • Die Entwicklung koordinierter und qualitativ auf einander abgestimmter Verbesserungen des bestehenden Opferschutzes
  • Maßnahmen zur Unterbindung von Frauenhandel und Zwangsprostitution.
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